Die Projektleiterin, Stefanie Horn, stellte im Rahmen der Mitgliederversammlung die bisherigen Überlegungen vor:
Anlass für diese Form der Erweiterung des Angebotes rund um das Kloster Saarn ist insbesondere die Tatsache, dass immer wieder von den Besuchern des Klostermuseums, vor allem von Kindern und Jugendlichen, beim Betrachten der Vitrine mit den stilisiert aufgebrachten Pflanzen und Kräutern aus der Klosterwelt nachgefragt wird, ob es auch in Saarn zur Klosterzeit einen Garten mit diesen Pflanzen und Kräutern gegeben hat.
Sozusagen als Anschauungsunterricht soll behindertengerecht auf der Freifläche links unmittelbar hinter dem Hauptzugang von der Klosterstraße zum Klosterhof ein ca. 140 m² großer Garten mit solchen Kräutern und Pflanzen angelegt werden. Mit dem Kloster- / Kräutergarten will der Verein folgende Ziele verfolgen:
Generell wird eine allen Besuchergruppen zur Verfügung stehende Erweiterung des Museums um eine „lebende Veranschaulichung" des Kräuterwissens der Zisterzienserinnen bezweckt. Der Kloster- / Kräutergarten kann darüber hinaus als ein Ort der Ruhe und Entspannung genutzt werden. Bei dem auf Dauer angelegten Projekt ist die Gartenanlage (z.B. hinsichtlich Wegbreite, Beethöhe) so konzipiert, dass alle Bevölkerungsgruppen diese gleichermaßen besuchen und nutzen können. Die Grundstruktur des Gartens beruht auf dem Wissen über den Aufbau mittelalterlicher Klostergärten (z.B. rechteckiger Grundriss mit vier Beeten, die durch einen kreuzförmigen Weg getrennt sind). Die geplanten Hochbeete sollen nicht nur das unkontrollierte Begehen der Beete vermeiden, sondern den Besuchern vor allem ein besseres Erleben der Pflanzen ermöglichen. Die Sandsteinmauern der Beete entsprechen dem Gesamtensemble des Klosterinnenhofs.
Weiterhin soll der Kloster- / Kräutergarten als außerschulischer Lernort dienen, der sowohl heimatgeschichtlichen als auch vor allem naturkundlichen Wissenserwerb in originärer Umgebung ermöglicht. Auf der Grundlage eines noch auszuarbeitenden didaktischen Konzeptes soll Schulklassen bis einschließlich Sekundarstufe I die Gelegenheit geboten werden, Kenntnisse und Fertigkeiten klösterlichen Kräuterwissens zu erlernen. In dem Zusammenhang soll eine ausdrückliche Einladung an alle Schulen zum Besuch des Kloster- / Kräutergartens erfolgen.
Die weiteren Schritte sind:
- Abwarten der Finanzierungszusagen der beantragten Fördermittel
- Ausschluss von bodendenkmalpflegerischen Bedenken
- Anlage des Kloster- / Kräutergartens
- Im besten Fall: Eröffnungsveranstaltung zu Mariä Himmelfahrt (15.08.2010) mit Kräuterweihe im zukünftigen Kräutergarten
