Traditionell trug die Zisterzienserin eine Tunica (ungefärbte graue oder weiße Schafswolle) mit dem Skapulier (ein schürzenartiges Arbeitskleid aus einem schwarzen Tuchstreifen mit Kopfloch), außerdem beim Chorgebet oder auf Reisen eine weiße Kukulle (faltenreiches, mantelähnliches Übergewand mit weiten Ärmeln).
(Bei Mönchen gehörte zur Kukulle eine Kapuze, die als Zeichen des Schweigens getragen wurde.)
Kopf und Nacken waren mit einem weißen Schultertuch und darüber mit einem schwarzen Schleier (Velan) bedeckt.
Die Nonnen besaßen eine zweite Garnitur zum Wechseln; sie schliefen in ihrer Bekleidung.
Die drei Gemälde - von links aus - zeigen Äbtissinnen der Klöster Saarn (Maria Theresia v.Reuschenberg, 1720-41), Welver (Odilia Lucia v.Closter, 1733-51) und Dalheim (Elisabeth v.Bocholtz, 1672-1714).
Modische Einflüsse in der Barockzeit, z.B. die weiße Kopfhaube unter dem Schleier, sind unverkennbar.
Die klassische Ordenstracht ist zwar bis heute geblieben; ansonsten führen Nonnen aber ein "ziviles" Leben.
Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Sie sprechen miteinander, sind fröhlich, nutzen moderne Kommunikationsmittel, fahren mit dem Auto, dürfen verreisen und verbringen gemeinsame Stunden vor dem Fernsehgerät.
Ein Kloster ist heute so eingerichtet, dass jede Nonne ein beheizbares Zimmer hat, so dass sie auch einmal "für sich allein" sein darf.
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Äbtissin Schwester Mirjam |